Ein kinderfreundlicheres Bensheim?

Veröffentlicht am 16.10.2020 in Presse

Der Jugendbeirat der Kinderfreundlichen Kommune Regensburg

Ein kinderfreundlicheres Bensheim?

Mit einem Antrag in der nächsten Stadtverordnetenversammlung möchte die SPD erreichen, dass sich die Stadt Bensheim für die Aufnahme in das Projekt "Kinderfreundliche Kommune" bewirbt. Diese Initiative von Unicef und dem Deutschen Kinderhilfswerk unterstützt Kommunen dabei, ihre Angebote, Planungen und Strukturen im Sinne der Kinderrechte zu verbessern.

Konkret bedeutet dies, dass Kinder und Jugendliche stärker in kommunale Entscheidungen eingebunden werden und ihre Belange vermehrt berücksichtig werden. Am Anfang des Prozesses steht eine umfangreiche Bestandsaufnahme, gefolgt von einem Aktionsplan. Dieser Aktionsplan wird vom Verein geprüft und die Stadt bekommt nun als Ansporn und Verpflichtung das Siegel "Kinderfreundliche Kommune" verliehen. Nun folgt die Umsetzung. Drei Jahre lang setzt die Kommune den Aktionsplan um, in enger Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bei allen Schritten stehen der Kommune der Verein und mehrere Sachverständige unterstützend zur Verfügung.

Bundesweit haben bislang 31 Städte und Gemeinden an dem Programm teilgenommen. Aus dem Kreis Bergstraße ist Lampertheim dabei, in einem Gespräch mit den Bensheimer Sozialdemokraten berichtete der Lampertheimer SPD-Fraktionsvorsitzende Marius Schmidt von den guten Erfahrungen mit dem Projekt. Auch Einhausen erwägt die Teilnahme.

"Bensheim ist eine junge Stadt. Wir sind eine Stadt der Schulen, und mit unseren vielfältigen Betreuungsmöglichkeiten wohnen auch besonders junge Familien gerne hier. Wir Sozialdemokraten möchten den jüngeren Bensheimern stärker Gehör schenken.  Kinder und Jugendliche repräsentieren immerhin rund 15 Prozent unserer Einwohner, haben momentan aber keine Möglichkeiten, an kommunalen Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Dies möchten wir ändern", so Fraktionsvorsitzende Eva Middleton.

"Wir sehen Bensheim durchaus auf einem guten Weg. Aber vor allem bei der Beteiligung der jüngeren Generation gibt es noch viel Verbesserungsbedarf. Ein kritischer Blick von außen schadet nie, und gemeinsam mit dem Verein können hier effektive und kreative Konzepte entwickelt werden", fügt Karoline Mehling-Großenbach hinzu, die die SPD im Sozial-, Sport- und Kulturausschuss vertritt.

Copyright Foto: Stadt Regensburg

 
 

 

 

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