Nachrichten zum Thema Presse

03.02.2023 in Presse

Podiumsdiskussion der SPD Bensheim: Energiewende forcieren

 

Drei versierte Fachleute hat die Bensheimer SPD zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, um interessierten Bürgern Gelegenheit zu geben, ihre Fragen zur Energiewende und speziell zu Photovoltaik (PV) zu stellen und kompetent beantworten zu lassen. Auf dem Podium diskutieren die zuständige Fachdezernentin der Stadt Bensheim, Erste Stadträtin Nicole Rauber-Jung, der Leiter des Bereichs „Erneuerbare Energien“ der GGEW AG, Florian Grob, und der Vorstand der Energiegenossenschaft Starkenburg e.G., Micha Jost. Mit auf dem Podium Martin Zencke, Sprecher des Arbeitskreises Klimapolitik in der SPD Bensheim. Moderiert wird die Veranstaltung von der SPD-Landtagskandidatin Josefine Koebe.

Die Stadt Bensheim hat sich schon im Jahr 2014 mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ sehr ehrgeizige Ziele gesetzt, die den Klimawandel begrenzen und ihm entgegenwirken sollen. Sie hat jedoch selbst in den Jahren 2021 und 2022 festgestellt, dass die Umsetzung der darin definierten Maßnahmen bei weiten nicht so schnell voranschreitet, wie es notwendig wäre, um die beschlossenen Ziele zu erreichen. 

Auch unter den Bensheimer Bürgern gibt es viele, die durch private Anstrengungen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten, insbesondere durch die Installation von Photovoltaik-Anlagen. Durch den dramatischen Anstieg der Gas- und Strompreise hat dieser Gedanke noch zusätzliche Attraktivität und Dringlichkeit bekommen. Viele zögern aber vielleicht noch oder fragen sich, ob sie eine solche Investition in die Zukunft finanziell stemmen können. 

Tatsächlich sind es nicht nur die Hausbesitzer, die solche Überlegungen anstellen, denn in modifizierter Form stellen sich solche Fragen auch für Kommunen, für private Unternehmen, für die Vorstände von Vereinen, die eigene Immobilien (z.B. Sporthallen) besitzen, und auch für Mieter. Dabei kann es nützlich sein, auch mögliche Kooperationspartner einzubeziehen, die bei Konzeption, Umsetzung und Finanzierung von PV-Anlagen helfen könnten. 

Die geladenen Experten werden einerseits darlegen, welchen Beitrag zur lokalen Energiewende die eigene Organisation leisten kann und welche Strategie sie dabei verfolgt, und andererseits anhand von Fallbeispielen aufzeigen, wie Schwierigkeiten umschifft und PV-Projekte erfolgreich und zügig realisiert werden können.

Die Veranstaltung findet statt am Montag, dem 6. Februar im Hotel Felix, Dammstraße 46. Beginn ist um 18 Uhr. „Wir freuen uns auf alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und auf deren Fragen und Diskussionsbeiträge.“ heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

 

25.01.2023 in Presse

SPD Bensheim sieht Informationsdefizite beim Busangebot in Bensheim

 

Um ein fraktionsübergreifendes Klimaziel zu erreichen und den Straßenverkehr zu entlasten ist eine stetige Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs erforderlich. Die SPD Bensheim hat mit der Einführung der neuen Stadtbuslinie 672 eine weitere Verbesserung des ÖPNV-Angebotes in Bensheim erreicht. Im Stadtgebiet verkehren jetzt 12 Stadt-Buslinien des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar VRN. Ein sehr guter ÖPNV sollte nicht nur ein günstiges Angebot bieten, wie die Erfolgsgeschichte  9-€ -Ticket uns im letzten Jahr gezeigt hat, sondern auch den Umstieg mittels umfangreichen Informationen erleichtern. Für die Nutzung der Buslinien sind auch  gute, umfassende Beschilderungen und Informationen an den Haltestellen erforderlich. 

Fraktion und Vorstand der Bensheimer SPD haben sich deshalb am zentralen Busbahnhof (ZOB) etwas genauer umgesehen. Wo sind die verschiedenen Haltepunkte der Stadtbuslinien, wo gibt es Fahrkarten oder welche Information findet der Reisende nach der Ankunft am Bahnhof vor. Ein Streckenplan für Stadtbuslinien oder eine Tarifübersicht wurde erst nach längerem Suchen in der Bahnhof-Schalterhalle gefunden – in einem Bereich, der nur tagsüber zugänglich ist. An einer Haltestelle des ZOB war noch ein Streckenplan von 2010 vorhanden. Für die neue Buslinie 672 fehlt die Kennzeichnung der Haltestelle. Ferner ist ohne Streckenplan nicht ersichtlich welche der 3 Buslinien nach Auerbach für eine bestimmtes Ziel im Stadtteil die richtige Verbindung ist. Eine Information über die Haltestellen in den Stadtteilen Hochstädten und Schwanheim fehlt komplett. Die Beschriftung der Haltestellen ist ebenfalls nicht optimal und für ortsunkundige Personen verwirrend, wie zum Beispiel mit der Bezeichnung „Ried-Stadtteile“. Schon beim Ausgang im Bahnhof wird die Richtung zu den Bussen falsch angezeigt. Fahrkarten sind im gesamten Stadtgebiet nur im Bus oder an den Fahrkarten-Automaten der Bundesbahn erhältlich. 

Stadtverordneter Michael Sydow fand am Bahnhof auch keinen Hinweis oder eine Information für das Ruftaxi vor. Die mangelhafte Information über das Streckennetz setzt sich an den Haltestellen im Stadtgebiet fort und es gibt keine elektronische Informationsanzeige. Eine moderne Anzeige der Abfahrtszeiten hatte Stadtverordneter Ralph Stühling bereits im letzten Jahr für den Knotenpunkt der Buslinien 670 und 671 an der Haltestelle Otto-Beck-Straße im Ortsbeirat Auerbach gefordert. Fraktionsvorsitzender Jürgen Kaltwasser stellt einen erheblichen Nachholbedarf bei der Fahrgastinformation und Beschilderung am Busbahnhof ZOB, sowie den weiteren Haltestellen im Stadtgebiet fest. Mit dem neuen 49-Euro-Ticket für den ÖPNV erfolgt ein weiterer Schritt für den schnelleren Umstieg vom Auto auf den ÖPNV. Für die Nutzung und die notwendige Informationen sind aber noch viele kleinere und größere Verbesserungen an den Haltestellen im Stadtgebiet notwendig. Nur so kann ein schneller Umstieg vom Auto auf den Bus erfolgen,  stellen die SPD-Vertreter fest. Die SPD Fraktion wird deshalb entsprechende Anfragen an die Stadt und den Verkehrsverbund stellen.

 

20.01.2023 in Presse

Tempo 30 im Praxistest der SPD Bensheim

 

Ressourcen schonen kann gewiss jeder, und so einen Beitrag für den Umweltschutz leisten, ob beim Wasser oder Stromsparen, mit Photovoltaik oder im Straßenverkehr. So überprüften Mitglieder der SPD Bensheim, wie groß der Zeitverlust ist, wenn man eine Strecke mit 30 km/h statt 50 km/h befährt.

Die Fahrstrecken waren schnell ausgesucht. Eine Bundesstraße im Stadtgebiet sollte in beide Richtungen befahren werden, die andere Route weitgehend auf innerstädtischen Straßen verlaufen. Ein PKW sollte die Strecke mit der Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h befahren, und ein zweiter gleichzeitig mit 30 km/h. Gespannt waren die Tester auf das Ergebnis. Würde die häufig gemachte Erfahrung sich hier bestätigen, was Autofahrer gelegentlich bemerken, wenn sie auf einer Ampel-bewehrten Strecke sich mit einem Radfahrer ungewollt messen? Der Radfahrer wird überholt, an der roten Ampel ist der Radfahrer gleichauf, überholt bei Grün den PKW, um dann selbst wieder überholt zu werden – bis zur nächsten Ampel.

Start war am Dienstag um 16 Uhr am B 3–Kreisel in Bensheim-Süd. Mit geringem Abstand folgte der 30 km/h-Pkw dem „50er“. Ziel war der Kreisel in Zwingenberg-Süd, Fahrstrecke 6,2 km, und dann in umgekehrter Richtung. Die zweite Strecke führte vom Dorfgemeinschaftshaus in Bensheim-Zell zum Livus-Ärztehaus am Berliner Ring und zurück, Fahrtstrecke jeweils 6,7 km. Am Samstag nach 9 Uhr wurden die Strecken nochmals abgefahren. 

Die sechs Testfahrer, darunter Mete Güzel, Pavlos Polyzogopoulos, Heinz-Jürgen Schocke und Martin Zencke, stellten nüchtern fest, dass bei zulässigen 50 km/h die tatsächliche Durchschnittsgeschwindigkeit etwa 35 km/h betrug, im Vergleich zu etwa 25 km/h bei den Fahrten mit der selbst gewählten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Der Zeitgewinn der „Schnellfahrer“ lag bei etwa 3 Minuten pro Strecke, das entspricht weniger als 25 Prozent der Fahrtzeit. Landtagskandidatin Josefine Koebe, die die Testfahrer am Endpunkt in Empfang nahm, kommentierte: „Dieses erste Ergebnis hatte ich so nicht erwartet, wenn auch klar war, dass eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h bei den vielen Ampeln nie erreicht werden kann.“

Die Testfahrer sahen sich bestätigt, dass eine Grüne Welle in Bensheim weitgehend unbekannt ist. Resümee der Fahrten mit der geringeren Durchschnittsgeschwindigkeit war, wie ungewohnt es ist, breite und gerade verlaufende Straßen mit 30 km/h zu befahren. Doch nach kurzer Eingewöhnungszeit wurde diese Entschleunigung als angenehm empfunden. Dankbar sind alle Testfahrer, dass das Schild im Heck „Testfahrt der SPD – 30 km/h“ klaglos von den folgenden Autos akzeptiert worden ist. 

Einig waren sich die Testfahrer, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung mit Augenmaß im innerstädtischen Verkehr machbar und sinnvoll ist. Es müsse nur der Wille der politisch Verantwortlichen vorhanden sein und die Bereitschaft der Bevölkerung, mit geringen Einschränkungen einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Kurz gesagt: Man muss es nur wollen. 

Über ein verwandtes Thema - Photovoltaik - wird die SPD Bensheim am 6. Februar in einer öffentlichen Veranstaltung unter dem Titel „Energiewende hier und jetzt“ mit Fachleuten diskutieren.

 

 

 

Jusos Bergstraße